INS / 02

Leistung 02 · Einblasdämmung

Jede Fuge zählt.
Jede Faser sitzt.

Einblasdämmung bringt losen Dämmstoff maschinell genau dorthin, wo Matten und Platten an Grenzen kommen: in geschlossene Gefache, unregelmäßige Hohlräume und sensible Anschlüsse.

Vom Sack ins Gefach.
Kontrolliert verdichtet.

Eine Einblasmaschine lockert den Dämmstoff auf und transportiert ihn mit Luft durch einen Schlauch zum Bauteil. Dort wird er in der vorgeschriebenen Dichte verteilt.

Lose Dämmfasern müssen nicht für jedes einzelne Feld zugeschnitten und eingepasst werden. Sie umschließen Leitungen, folgen unregelmäßigen Geometrien und füllen auch tiefe Gefache gleichmäßig aus. Das reduziert Anschlussfugen und vermeidet große Mengen an Zuschnittresten. Bei offenen, regelmäßig aufgebauten Flächen kann Plattenware weiterhin sinnvoll sein – die Stärke des Einblasens zeigt sich besonders im komplexen Bestand und bei großen Dämmvolumen.

Entscheidend ist das komplette System: ein geeignetes Gefach, sauber ausgebildete Anschlüsse, die richtige Einblasöffnung und eine kontrollierte, dokumentierte Verarbeitung.

Vier kontrollierte Schritte statt Zufallsfüllung.

  1. 01

    Bauteil prüfen

    Aufbau, Feuchte, Luftdichtheit und Eignung des Hohlraums werden vorab geklärt.

  2. 02

    Gefach vorbereiten

    Alle Begrenzungen und Durchdringungen müssen druckfest und dauerhaft geschlossen sein.

  3. 03

    Dämmstoff einblasen

    Die Faser wird mit abgestimmtem Luftstrom verteilt und in produktspezifischer Rohdichte eingebracht.

  4. 04

    Qualität sichern

    Materialmenge, Füllung und Einblasöffnungen werden kontrolliert und sauber dokumentiert.

Mehr Wirkung.
Weniger Lücken.

01

Passgenaue Füllung

Der lose Dämmstoff passt sich dem Gefach an, umschließt Leitungen und erreicht Ecken ohne viele einzelne Zuschnitte.

02

Effiziente Verarbeitung

Das Material gelangt pneumatisch zum Einbauort. Tragen, Einpassen und große Mengen Zuschnittreste werden reduziert.

03

Starker Wärmeschutz

Eine gleichmäßige, fugenarme Dämmschicht reduziert Wärmeverluste; faserreiche Stoffe können sommerliche Hitze verzögern.

04

Vielseitige Sanierung

Dachschrägen, Wände, Decken und andere Hohlräume lassen sich je nach Aufbau auch nachträglich dämmen.

Die beste Lösung ist die, die zum Bauteil passt.

HF
Nachwachsend · wärmespeichernd

Holzfaser

Lose Holzfasern werden in Dach-, Wand- oder Deckengefache eingeblasen. Ihre hohe Wärmespeicherfähigkeit unterstützt besonders den sommerlichen Hitzeschutz; zugleich ist der Aufbau diffusionsoffen planbar.

  • guter sommerlicher Hitzeschutz
  • feuchtepuffernde Materialeigenschaften
  • aus nachwachsendem Rohstoff
MW
Nichtbrennbar · leicht

Mineralwolle

Einblasbare Glas- oder Steinwolle eignet sich dort, wo Wärmeschutz, Schallschutz und besonders der Brandschutz wichtig sind. Je nach Produkt sind Baustoffklassen bis A1 möglich.

  • sehr guter Brandschutz
  • gute Wärme- und Schalldämmung
  • für Neubau und Sanierung
ZE
Recyclingbasiert · anpassungsfähig

Zellulose

Aus aufbereitetem Zeitungspapier entstehen Fasern, die sich im Gefach ineinander verzahnen. Zellulose verbindet guten winterlichen Wärmeschutz mit hohem sommerlichem Komfort und kann Feuchtigkeit puffern.

  • hoher Recyclinganteil
  • gute Anpassung an Geometrien
  • Wärme-, Hitze- und Schallschutz
ST
Regional · kreislauffähig

Stroh

Mechanisch aufbereitetes Weizenstroh kann in zugelassenen Systemen als Einblasdämmstoff eingesetzt werden. Seine hohe Einbaudichte bringt viel Wärmespeichermasse in Dach, Wand oder Decke.

  • regional verfügbarer Rohstoff
  • keine synthetische Faser
  • hohe Rohdichte und Speicherfähigkeit

Wichtig: Wärmeleitfähigkeit, Brandschutzklasse und erforderliche Einbaudichte unterscheiden sich je nach Produkt und Zulassung. Wir wählen das System deshalb erst nach Prüfung von Bauteil, Feuchtehaushalt, Brandschutz, Ökologie und Budget aus.

Wo Einblasen
seine Stärke zeigt.

01Dachschrägen und Kehlbalkenlagen02Holzrahmenwände und Installationsebenen03Oberste Geschossdecken04Decken- und Bodengefache05Schwer zugängliche Hohlräume06Neubau und energetische Sanierung

Nicht einfach dämmen.
Richtig abstimmen.

Holzfaser, Mineralwolle, Zellulose und Stroh haben unterschiedliche Stärken. Entscheidend sind der vorhandene Aufbau und das gewünschte Ergebnis.

WärmeschutzHitzeschutzBrandschutzFeuchteSchallÖkologie

Wir erklären die Varianten verständlich, planen die Anschlüsse und dokumentieren die fachgerechte Verarbeitung.

Welcher Dämmstoff passt zu Ihrem Gebäude?

Senden Sie uns Bilder oder einen Schnitt des vorhandenen Bauteils. Wir prüfen, ob eine Einblasdämmung sinnvoll ist und welches System fachlich passt.

Dämmung prüfen lassen