1. Den Alltag und die gewünschte Nutzung beschreiben
Beginnen Sie mit den Räumen, die Ihnen fehlen: ein ruhiges Arbeitszimmer, eine größere Küche oder ein Schlafzimmer auf der Wohnebene. Zeichnen Sie Möbel und Wege ein. Dabei wird sichtbar, ob eine neue Tür vorhandene Stellflächen nimmt und welche Räume durch den Anbau Licht verlieren könnten.
Für das erste Gespräch reichen eine Skizze, vorhandene Hauspläne, Fotos und eine Prioritätenliste. Teilen Sie Ihre Wünsche in notwendig und später denkbar. So können Varianten am Nutzen gemessen werden, bevor die äußere Form feststeht.
2. Grundstück und Anschluss an das Haus prüfen
Lage, Abmessungen, mögliche Bebauung, Baugrund und Leitungen bestimmen, welche Lösung weiterverfolgt wird. Bestandsaufnahme und erforderliche Fachbeiträge klären auch Durchbrüche und Gründung. Der Ablauf sollte einen Entscheidungspunkt enthalten: Passt die untersuchte Variante zum Haus und zu Ihrem Budget?
Klären Sie den erforderlichen Genehmigungsweg vor der Ausführung. Erst wenn die wesentlichen Bedingungen bekannt sind, werden Fenster, Fassade und Innenausstattung genauer festgelegt. Zum Verfahren finden Sie einen eigenen Bayern-Ratgeber in den weiterführenden Themen.
3. Details vor Fertigung und Bestellung abstimmen
Im vorgefertigten Holzbau greifen Planung und Ausführung eng ineinander. Das aktuelle Kompendium des INFORMATIONSDIENST HOLZ betont die frühe Bedarfsklärung und die Koordination der beteiligten Gewerke. Fensteröffnungen und Installationen sollten deshalb rechtzeitig in einem abgestimmten Planstand stehen.
Für Sie als Bauherr bedeutet das: Lassen Sie sich zeigen, welche Entscheidungen wann gebraucht werden. Wichtige Punkte sind der fertige Fußboden, die Tür zum Altbau, Steckdosen, Heizflächen und die Führung von Wasser oder Abwasser. Späte Änderungen können mehrere bereits geplante Bauteile betreffen.
Zum Nachlesen: INFORMATIONSDIENST HOLZ: Holzbauplanung, Ausgabe Februar 2026
4. Gründung, Montage und Übergang organisieren
Vor der Holzbaumontage werden die vorgesehenen Fundamente beziehungsweise Bodenbauteile und die nötigen Leitungswege hergestellt und geprüft. Zufahrt, Kranstandort und Lagerflächen müssen zum Montageablauf passen. Anschließend entstehen Tragwerk, Dach und Außenhülle in der geplanten Folge.
Wann der Durchgang zum alten Haus geöffnet wird, legt der Bauablauf fest. Besprechen Sie ausdrücklich Staubtrennung, sicheren Zugang und die Nutzbarkeit der angrenzenden Räume. Für Holzbauteile und offene Übergänge wird der Witterungsschutz bereits vor der Montage geplant.
Zum Nachlesen: INFORMATIONSDIENST HOLZ: Witterungsschutz in der Bauphase
5. Ausbau und Übergabe als eigene Phase einplanen
Eine montierte Hülle ist noch kein bezugsfertiges Zimmer. Haustechnik, Innenbekleidungen, Böden, Oberflächen und gegebenenfalls Trocknungszeiten folgen im abgestimmten Ablauf. Auch die Wiederherstellung von Terrasse und Gartenzugang gehört je nach Vorhaben dazu.
Gehen Sie am Ende Räume, Bedienung und Restarbeiten gemeinsam durch. Sammeln Sie Pläne, Produktangaben und vereinbarte Dokumentation. Der Einzugstermin sollte auf diesem fertigen Zustand beruhen und nicht nur auf dem Tag der Holzbaumontage.
Wichtige Entscheidungen vor dem nächsten Schritt
| Phase | Ihr Beitrag | Was vor dem Weitergehen klar sein sollte |
|---|---|---|
| Raumwunsch | Nutzung, Möbel und Prioritäten | Welches Alltagsproblem der Anbau löst |
| Machbarkeit | Pläne, Budgetrahmen und Grundstück | Möglicher Umfang und nötige Untersuchungen |
| Detailplanung | Ausstattung und Anschlüsse auswählen | Abgestimmter Planstand und Leistungen |
| Ausführung | Zugänge und betroffene Räume vorbereiten | Bauabschnitte, Schutz und Ansprechpartner |
| Fertigstellung | Ergebnis gemeinsam durchgehen | Restarbeiten, Unterlagen und Nutzbarkeit |
Für Ihr Vorhaben
Das können Sie
jetzt vorbereiten.
- Raumwünsche und Möblierung skizzieren
- Hauspläne und Lageplan sammeln
- Budget einschließlich Altbauarbeiten besprechen
- Entscheidungstermine vor Fertigung vereinbaren
- Wohnen, Zugänge und Garten während der Bauzeit planen
Aus der Arbeit von KERN
Räume und Anschlüsse vor der Fertigung verstehen
Das eigene KERN-CAD-Modell eines Obergeschosses in Landsberg zeigt die räumliche Abstimmung im Holzbau. Für Ihren Anbau werden Grundriss, Verbindung zum Haus und Anschlüsse entsprechend dem konkreten Bestand entwickelt.
KERN-Planung und Holzbau ansehenIhr Vorhaben
Was bedeutet das
für Ihr Haus?
Eine erste Idee genügt. Johannes Kern prüft Ihre Angaben persönlich. Fotos und vorhandene Pläne können Sie freiwillig ergänzen.
Projektanfrage startenJohannes Kern antwortet persönlich – in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Mit Ihrer Anfrage erteilen Sie noch keinen Auftrag.
Häufige Fragen
Was vor der Entscheidung wichtig ist.
Wie lange dauert ein Anbau?
Gesamtdauer und Montagezeit sind verschieden. Planung, Verfahren, Gründung, Lieferzeiten und Ausbau bestimmen den Terminplan. Eine belastbare Einschätzung braucht den konkreten Umfang.
Kann ich währenddessen im Haus wohnen?
Das hängt besonders von den Durchbrüchen, der Trennung der Baustelle und den nutzbaren Zugängen ab. Planen Sie die betroffenen Räume und gegebenenfalls eine Ausweichlösung für einzelne Phasen früh ein.
Quellen und weiterführende Informationen
Stand: 20. Oktober 2026. Herstellerinformationen beziehen sich auf ihre jeweiligen Produkte. Die Einordnung für Ihr Haus erfolgt anhand des Bestands.
Orientierung für private Bauherren: Erforderliche Fachplanung, baurechtliche Prüfung und Förderprüfung werden für das konkrete Vorhaben geklärt.

