ALTBAU / KERN

Einblasdämmung im Altbau · Landsberg & Ammersee

Hohlräume nutzen.
Bestand gezielt verbessern.

Einblasdämmung kann unregelmäßige Gefache fugenarm füllen. Im Altbau funktioniert das aber nur, wenn Aufbau, Feuchte, Luftdichtheit und Material als ein System geprüft werden.

Dämmen, wo Platten
nur schwer hinkommen.

Lose Dämmfasern folgen schiefen Sparren, Leitungen und unregelmäßigen Hohlräumen. Das macht das Verfahren für viele ältere Gebäude interessant – aber nicht automatisch passend.

Vor dem Einblasen muss klar sein, wohin das Material gelangt und welche Begrenzungen den Einblasdruck aufnehmen. Offene Fugen, verbundene Hohlräume oder Feuchtigkeit dürfen nicht einfach überdeckt werden.

KERN prüft deshalb zuerst Bauteil, Zugang, gewünschtes Schutzziel und mögliche Nebenarbeiten. Erst danach werden Dämmstoff, Dichte und Einblasverfahren festgelegt.

Sechs Punkte vor
der Materialwahl.

Einblasdämmung ist ein Verfahren, kein Universalprodukt. Diese Fragen entscheiden, ob sie dauerhaft funktioniert.

01

Geschlossenes Gefach

Die Begrenzungen müssen den Dämmstoff sicher aufnehmen und auch unter Einblasdruck zuverlässig geschlossen bleiben.

02

Trockener Aufbau

Feuchtespuren und undichte Stellen werden zuerst geklärt. Dämmstoff darf keine ungeklärte Schadensursache verdecken.

03

Luftdichtheit

Innenanschlüsse, Durchdringungen und Folien müssen zum Bauteil passen, damit feuchte Raumluft nicht unkontrolliert in die Konstruktion gelangt.

04

Zugänglichkeit

Einblasöffnungen, Schlauchführung und Kontrollmöglichkeiten bestimmen, ob alle Bereiche gleichmäßig erreicht werden.

05

Dämmvolumen

Gefachtiefe, Fläche und Hindernisse ergeben das tatsächliche Volumen und die erforderliche Materialmenge.

06

Schutzziel

Winterlicher Wärmeschutz, sommerlicher Hitzeschutz, Brand-, Schall- und Feuchteschutz werden gemeinsam gewichtet.

Kontrolliert füllen.
Nicht auf Verdacht.

  1. 01Fotos, Pläne und vorhandenen Bauteilaufbau sichten
  2. 02Gefache öffnen oder mit geeigneten Verfahren prüfen
  3. 03Feuchte, Schäden und Luftdichtheit beurteilen
  4. 04Dämmstoff und produktspezifische Einbaudichte festlegen
  5. 05Gefache und Einblasöffnungen druckfest vorbereiten
  6. 06Material abschnittsweise einblasen und Füllverhalten kontrollieren
  7. 07Materialmenge dokumentieren und Öffnungen dauerhaft schließen

Nicht der Name entscheidet.
Sondern das Bauteil.

Holzfaser, Mineralwolle, Zellulose und Stroh bringen unterschiedliche Eigenschaften mit. Der richtige Dämmstoff muss zur Konstruktion und zum gewünschten Schutz passen.

Holzfaser und Zellulose bieten viel Wärmespeichermasse für den sommerlichen Hitzeschutz. Mineralwolle kann bei erhöhten Brandschutzanforderungen besonders interessant sein. Zugelassene Strohsysteme setzen einen dafür geeigneten, sorgfältig geplanten Aufbau voraus.

Verbindlich sind immer die Kennwerte, Zulassung und Einbaudichte des konkret eingesetzten Produkts. Marketingbegriffe ersetzen keine bauphysikalische Prüfung.

  • Wärmeleitfähigkeit und verfügbare Dämmstärke
  • Sommerliche Wärmespeicherung
  • Brand- und Schallschutzanforderungen
  • Feuchteverhalten des Gesamtaufbaus
  • Produktspezifische Zulassung und Einbaudichte
  • Ökologie, Rückbau und gewünschte Materialherkunft
Dämmstoffe im Vergleich

Vorher klären.
Nachher sauber dokumentieren.

Energetische Dämmmaßnahmen können Teil einer geförderten Sanierung sein. Welche technischen Werte, Nachweise und Antragswege gelten, hängt vom aktuellen Programm und vom Gesamtvorhaben ab.

Vor Vertragsabschluss sollte geklärt werden, ob eine Energieeffizienz-Expertin oder ein Energieeffizienz-Experte erforderlich ist. KERN liefert die Angaben zur ausgeführten Konstruktion und zum verwendeten Dämmsystem.

Klarheit vor
dem ersten Handgriff.

Ist jedes alte Dach für Einblasdämmung geeignet?

Nein. Das Gefach muss ausreichend geschlossen, trocken und bauphysikalisch sinnvoll aufgebaut sein. Vorhandene Unterspannungen, Luftdichtheit, Feuchtespuren und Anschlüsse müssen vorab geprüft werden.

Kann Einblasdämmung ohne vollständiges Öffnen eingebaut werden?

Bei geeigneten Hohlräumen kann der Zugang über gezielt gesetzte Einblasöffnungen erfolgen. Ob das möglich und kontrollierbar ist, hängt vom Bauteil ab. Verdeckte Hindernisse oder offene Gefachverbindungen können eine weitergehende Öffnung erforderlich machen.

Welcher Dämmstoff ist im Altbau am besten?

Es gibt keinen pauschalen Sieger. Holzfaser, Mineralwolle, Zellulose und zugelassene Strohsysteme unterscheiden sich bei Brandschutz, Wärmespeicherung, Rohdichte, Feuchteverhalten und Ökologie. Der Gesamtaufbau entscheidet.

Setzt sich der Dämmstoff später?

Bei fachgerechter Verarbeitung wird die produktspezifische Einbaudichte eingehalten. Gerade in geneigten oder senkrechten Gefachen ist diese Verdichtung entscheidend, um Setzungen zu vermeiden.

Was bestimmt die Kosten einer Einblasdämmung?

Dämmvolumen, Material, Zugänglichkeit, Zahl der Einblasöffnungen, Vorbereitung des Gefachs, Luftdichtheitsarbeiten und notwendige Reparaturen bestimmen den Aufwand. Eine reine Quadratmeterzahl reicht deshalb nicht aus.

Wie wird die Ausführung kontrolliert?

Materialmenge und Einbaudichte werden mit dem berechneten Gefachvolumen abgeglichen. Zusätzlich werden Einblasöffnungen, Füllverhalten und kritische Anschlussbereiche während der Ausführung kontrolliert und dokumentiert.

Ist Ihr Hohlraum für Einblasdämmung geeignet?

Senden Sie uns Fotos, einen Schnitt oder Angaben zum vorhandenen Aufbau. Wir sagen offen, welche Prüfung als Nächstes sinnvoll ist.

Bauteil prüfen lassen