1. Die neue Etage beginnt mit dem vorhandenen Haus
Vor einer Aufstockung werden Gebäude, vorhandene Unterlagen und spätere Nutzung zusammen betrachtet. Dazu gehören der Weg der zusätzlichen Lasten bis zur Gründung, die neue Treppe und die Anschlüsse an den Bestand. Auch der Genehmigungsweg und erforderliche Fachnachweise werden eingeordnet.
Holz kann durch sein geringeres Eigengewicht Möglichkeiten im Bestand eröffnen, wie der INFORMATIONSDIENST HOLZ erläutert. Daraus folgt keine automatische Tragfähigkeitszusage. Nach der ersten Prüfung sollte klar sein, welche Variante weiterverfolgt wird und welche Untersuchungen noch nötig sind.
Zum Nachlesen: INFORMATIONSDIENST HOLZ: Holzbau im Bestand
2. Grundriss, Treppe und Technik vor der Fertigung klären
Legen Sie fest, wie die neue Etage genutzt und erreicht wird. Ein zusätzliches Bad, eine unabhängige Wohnung oder ein Familienbereich stellen unterschiedliche Anforderungen an Zugänge und Leitungen. Stimmen Sie Fenster, Türen und die Verbindung zur vorhandenen Haustechnik vor der Fertigung ab.
Vorfertigung kann den Montageanteil am Haus verkürzen, braucht aber rechtzeitig abgestimmte Maße und Details. Das Holzbauplanungs-Kompendium beschreibt deshalb die enge Zusammenarbeit von Planung und Ausführung. KERNs dokumentierte Montage in Finning veranschaulicht diesen Schritt am echten Gebäude.
Zum Nachlesen: INFORMATIONSDIENST HOLZ: Holzbauplanung, Ausgabe Februar 2026
3. Dachöffnung und Witterungsschutz zusammen planen
Der Rückbau beginnt erst im vorgesehenen Bauabschnitt. Der Montageablauf muss zum Schutz der vorhandenen Räume passen. Zuständigkeit, Abdeckungen, Wasserableitung und das Vorgehen bei Wetteränderungen gehören in die Vorbereitung.
Die Fachschrift zum Feuchtemanagement behandelt Witterungsschutz als geplanten Bestandteil des Holzbaus. Für Bauherren ist die entscheidende Frage: Wie bleibt das Haus in jedem Zwischenzustand geschützt, und wer entscheidet über eine Unterbrechung? Diese Antwort gehört vor die Dachöffnung.
Zum Nachlesen: INFORMATIONSDIENST HOLZ: Witterungsschutz in der Bauphase
4. Holzbau montieren, Hülle schließen, Ausbau fortführen
Nach Vorbereitung und Freigabe der Auflager werden die Bauteile gemäß Montageplanung versetzt und verbunden. Dach, Fassade, Fenster und ihre Anschlüsse werden in der vorgesehenen Reihenfolge hergestellt. Danach folgen die weiteren Ausbauarbeiten und Installationen.
Lassen Sie sich drei Termine unterscheiden: Montage der Konstruktion, geschlossene Gebäudehülle und nutzbare Räume. Dazwischen können zahlreiche Gewerke und Arbeitsschritte liegen. Ein Foto der aufgerichteten Wände zeigt deshalb noch keinen fertigen Wohnraum.
5. Den Alltag unter der Baustelle konkret organisieren
Welche Räume bleiben nutzbar, wann wird es besonders laut, und gibt es sichere Wege zur Haustür? Die Antworten hängen von Decke, Treppeneingriff und Installationsarbeiten ab. Besprechen Sie Homeoffice, Kinder, Haustiere und notwendige Ruhezeiten vor Beginn.
Legen Sie auch fest, wann ein vorübergehender Auszug nötig werden könnte und wie früh Sie davon erfahren. Zum Abschluss folgen die gemeinsame Begehung, das Festhalten von Restarbeiten und die Übergabe der vereinbarten Unterlagen. Damit endet die Maßnahme im Alltag und nicht am letzten Kraneinsatz.
Für Ihr Vorhaben
Das können Sie
jetzt vorbereiten.
- Bestandspläne und frühere Umbauten zusammentragen
- Neue Räume und Treppenweg skizzieren
- Machbarkeit und erforderliche Fachplanung klären
- Wetter- und Nutzungskonzept vor Dachöffnung besprechen
- Montage-, Ausbau- und Nutzungstermin unterscheiden
Aus der Arbeit von KERN
Aufstockung in Finning: die Montage wird sichtbar
Die KERN-Projektbilder aus Finning zeigen das geöffnete Bestandsdach, das Versetzen vorgefertigter Holzbauteile und die Verbindung von alter und neuer Konstruktion. Diese Montage ist ein Abschnitt des gesamten Vorhabens.
Den Bauverlauf in Finning ansehenIhr Vorhaben
Was bedeutet das
für Ihr Haus?
Eine erste Idee genügt. Johannes Kern prüft Ihre Angaben persönlich. Fotos und vorhandene Pläne können Sie freiwillig ergänzen.
Projektanfrage startenJohannes Kern antwortet persönlich – in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Mit Ihrer Anfrage erteilen Sie noch keinen Auftrag.
Häufige Fragen
Was vor der Entscheidung wichtig ist.
Ist eine Aufstockung nach wenigen Montagetagen fertig?
Die Montage kann nur ein Teil der Ausführung sein. Dachanschlüsse, Fassade, Haustechnik, Innenausbau und Übergabe sind zusätzlich zu berücksichtigen.
Muss die gesamte Familie ausziehen?
Das lässt sich erst anhand der Bauabschnitte und Trennung zwischen Wohnen und Baustelle beurteilen. Einzelne Phasen können eine andere Unterkunft erfordern, auch wenn das Haus sonst bewohnbar bleibt.
Wer übernimmt die Statik?
Der notwendige Umfang und die zuständige Fachperson werden projektbezogen geklärt. KERN stimmt die Holzbauplanung mit den erforderlichen Fachbeiträgen ab.
Quellen und weiterführende Informationen
Stand: 20. Oktober 2026. Herstellerinformationen beziehen sich auf ihre jeweiligen Produkte. Die Einordnung für Ihr Haus erfolgt anhand des Bestands.
Orientierung für private Bauherren: Erforderliche Fachplanung, baurechtliche Prüfung und Förderprüfung werden für das konkrete Vorhaben geklärt.

